Kann Laura ihren Titel verteidigen?

28.06.2019 - Hamburg

Die amtierende Weltmeisterin Laura Ludwig wird bei ihrer Heim-WM im Mittelpunkt stehen. Kann sie mit Maggie Kozuch Geschichte schreiben? Kann sie die deutschen Fans mit einer weiteren Goldmedaille zum Jubeln bringen?

Die Titelverteidigung auf ihrem Heimsand wäre für Laura Ludwig ein absolutes Karriere-Highlight.

Die 33-Jährige kehrt mit Maggie Kozuch für die Weltmeisterschaften nach Hamburg zurück, nachdem ihr bisherige Partnerin Kira Walkenhorst ihre Karriere beendet hat.

Noch nie zuvor gelang es einer Weltmeisterin, ihren Titel mit einer anderen Partnerin zu verteidigen. Laura und Maggie starten ihre Reise bei den Heimweltmeisterschaften am Freitag gegen Kelley Larsen und Emily Stockman aus den USA. Nach ihrem Titelgewinn vor zwei Jahren in Wien mit Walkenhorst nahm sich Ludwig ein Jahr Auszeit für ihre Familiengründung. Sie kann es kaum erwarten auf den Court zurückzukommen und den Titel vor Heimpublikum in der Red Bull Beach Arena zu verteidigen.

„Ich bin aufgeregt und nervös. Es wird großartig, in Hamburg vor den deutschen Fans zu spielen“, sagt die Olympiasiegerin. „Zu wissen, dass wir einen dritten Spieler mit uns am Sand haben, ist ein tolles Gefühl. Noch dazu sind es deutsche Fans, die sind verrückt nach Beach Volleyball. Sie haben Ahnung vom Sport, sie kommen, um den Sport zu verfolgen und nicht nur wegen der Party und der guten Musik. Sie verstehen den Sport und das motiviert uns. Es hilft ungemein und ich liebe diese Begeisterung. Es ist großartig, dass immer mehr Leute unseren Sport lieben.“

Ein Titelgewinn nach 12-monatiger Pause wäre unglaublich, aber Laura lässt sich davon nicht ablenken.

„Ich kann es nicht sagen, wie ich mich dann fühlen würde. Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg,“ sagt Ludwig. „Jeder Sieg ist etwas Spezielles. Aber hier zu gewinnen, wäre etwas ganz Besonderes. Jede Situation ist für sich magisch, aber wir wollen noch nicht so weit denken, wir sind einfach glücklich hier zu sein und zu spielen.“

Mit dem Titel 2017 vervollständigte Laura ihre Sammlung von großen Titeln. Sie gewann zuvor bereits die deutsche Meisterschaft, die Europameisterschaft, bei Olympia sowie einige World Tour Turniere. Sowas vergesst man nicht so schnell.

„Es war intensiv, sogar sehr intensiv,“ erinnert sich Laura an ihren Triumph in der österreichischen Hauptstadt. Am Ende ist alles gut gegangen, aber es war sehr hart bis dorthin. Wir hatten Verletzungsprobleme vor dem Turnier, aber wir haben die Köpfe zusammengesteckt und konnten unsere Erfahrung ausspielen. Wir haben uns nicht zu viel Druck gemacht. Wir haben jedes Spiel genossen und haben uns immer besser gefühlt – besonders, wenn uns die deutschen Fans auf der Tribüne unterstützten. Bereits vor dem Turnier wussten wir, dass wir gute Chancen haben, wenn wir unsere Top-Leistung abrufen können. Wir haben einfach solides Volleyball gespielt, haben unsere Erfahrung ausgespielt und sind ruhig geblieben. Wenn du dich fokussieren kannst und die Ruhe bewahrst, dann läuft das Spiel von alleine.“