Mit Blick auf Tokio

28.06.2019 - Hamburg

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2020 in ihrem Land versuchen die japanischen Mannschaften bei den Weltmeisterschaften, das Profil des Beachvolleyballs in Japan zu schärfen.


Die beiden japanischen Teams hoffen mit guten Ergebnissen bei den n FIVB Beach Volleyball World Championships presented by comdirct & ALDI Nord das Profil des Sports in ihrer Heimat vor den Olympischen Spielen in Tokio im nächsten Jahr stärken.

Zwar haben beide Teams ihre Eröffnungsspiele in der Red Bull Beach Arena am ersten Tag der Meisterschaft verloren, dies hindert sie jedoch nicht daran, das Interesse neuer Beachvolleyball-Fans in Japan zu wecken.
"Für uns ist es wichtig, Beachvolleyball in Japan bekannter zu machen", sagte Yusuke Ishjima, der 35-jährige Blocker, der sein Land bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking im Hallenvolleyball vertrat.

"Es ist 12 Jahre her, dass eine japanische Männermannschaft bei einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben. Wir wissen das sehr zu schätzen und es ist großartig, gegen die Top Teams der Welt zu spielen, besonders gegen einige der Top 10 Teams. "

Das Paar, das bisher nur zwei Turniere auf der World Tour bestritten hat, verlor in zwei Sätzen gegen Mitfavoriten Viacheslav Krasilnikov und Oleg Stoyanovskiy aus Russland.

Yusukes Partner, Yuya Ageba, fügte hinzu: „Wir sind nicht nur hier, um zu verlieren, sondern wir haben noch zwei Spiele vor uns und werden uns bestmöglich darauf vorbereiten.

"Wir wissen, dass wir als Team noch besser zusammenfinden müssen, aber ich denke, wir haben alle Voraussetzungen, um gute Leistungen zu zeigen."


Bei den Frauen sieht die Situation etwas anders aus, denn Miki Ishii und Megumi Murakami spielen ihr 30. World Tour Event zusammen.
Und das Duo ist mit Sicherheit nicht hier, um zu verlieren – seitdem sich das Paar zusammengeschlossen hat, konnten sie schon einige Erfolge verzeichnen, unter anderem zwei Medaillen und einen fünften Platz beim Gstaad Major im vergangenen Sommer.
Die Weltranglistensechzenten haben zwar ihr Eröffnungsspiel in Hamburg verloren – ein Dreisatzkrimi gegen die Chinesinnen Fan Wang und Xinyi Xia – aber sie bleiben optimistisch.
"Wir möchten mehr Menschen in Japan ermutigen, Beachvolleyball zu spielen, insbesondere vor Tokio 2020", sagte Ishii.
„Wir freuen uns, hier und in den nächsten 12 Monaten unser Bestes zu geben. Wir wissen natürlich, dass auf den japanischen Teams ein großer Druck lasten wird, aber das bringt uns momentan noch nicht aus der Ruhe.
"Wir sind hier in Hamburg, um zu gewinnen, deswegen sind wir enttäuscht, dass wir das erste Spiel verloren haben."
Beide Mannschaften haben noch zwei weitere Chancen, um sich ihren Platz in den Ausscheidungsspielen zu sichern. Sollten sie das Achtelfinale erreichen, wäre das ein großer Schritt, um das Interesse am japanischen Beachvolleyball weiter zu steigern.