Barbara und Fernanda halten Brasilien am Leben

04.07.2019 - Hamburg

Die Brasilianerinnen kommen nach katastrophalem ersten Satz zurück und schlagen die Deutschen Borger und Sude

Brasilien war nur einen Satz davon entfernt bei Damen komplett aus dem Rennen um die Medaillen bei den FIVB World Championships Hamburg 2019 presented by comdirect & ALDI Nord zu rutschen, aber Barbara Seixas und Fernanda Berti drehten eine schon verloren geglaubte Partie gegen die Deutschen Karla Borger und Julia Sude.

Nach dem Ausscheiden von Agatha Bednarczuk / Duda Lisboa und Rebecca Cavalcanti / Ana Patricia Ramos sind Barbara und Fernanda die letzten Hoffnungen Brasiliens, in der Red Bull Beach Arena ins Viertelfinale einziehen. Gastgeber Deutschland ist aus dem Turnier ausgeschieden.

"Uns gefällt es nicht, dass wir jetzt die einzigen Brasilianer sind, und somit unter Druck stehen", sagte Fernanda. „Natürlich werden wir immer alles tun, um unser Land so gut wie möglich zu repräsentieren und so weit wie möglich zu kommen, aber während der Turniere ist so viel los, dass ich versuche, nicht wirklich darauf zu achten, wie es den anderen Teams geht. Es geht nur um uns und unseren nächsten Schritt ."

Die Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016 und die 34-jährige Blockerin hatten den ersten Satz überraschend klar mit 21:10 verloren, aber schafften es sich neu zu fokussieren um nach der Satzpause stärker zurückzukommen. Mit einem Ergebnis von 21:17, 15:11 in den zwei folgenden Sätzen bleiben sie im Turnier ungeschlagen und ihr Traum am Leben. 

"Das größte Problem war die Anpassung an die Red Bull Beach Arena", erklärte Barbara. „Wir hatten bisher nur auf den Nebenplätzen gespielt und hatten im ersten Satz schreckliche Probleme. Wir mussten wirklich von vorne anfangen und an unserer Annahme arbeiten. Von diesem Zeitpunkt an konnten wir unsere Strategie endlich umsetzen, und unser Spiel wurde ausgeglichener."

Ihre Viertelfinalgegner sind die Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Betschart, die Rebecca und Ana Patricia im Achtelfinale mit 19:21, 21:15, 15:12 besiegten. Das Spiel wird um 12:15 in der Red Bull Beach Arena ausgetragen.

"Wir wussten, dass sie aufgrund ihrer Position in der Rangliste und auch, weil sie beide unserer Matches bisher gewonnen hatten, etwas mehr Druck hatten als wir. Deshalb wollten wir es einfach genießen", erklärte Hüberli. "Die Hauptsache war es ruhig zu bleiben, auch wenn sie vorne waren und es sich anfühlte, als würde sie nichts aufhalten können."

Die Schweizer werden nun versuchen den Schwung ihrer besten Saisonleistung mit in die Medaillenrunden zu nehmen.

"Für uns ist es eine große Erleichterung, im Viertelfinale zu stehen", fügte die Blockerin hinzu. „Wir hatten in dieser Saison noch nicht die besten Ergebnisse, daher bedeutet es viel, im wichtigsten Turnier des Jahres unter den Top 5 zu sein. Es hilft, dass wir jetzt ohne Druck spielen können, und ich fühle, dass wir am besten sind, wenn wir befreit aufspielen können."