Junge Deutsche treffen auf erfahrene Amerikaner

05.07.2019 - Hamburg

Thole und Wickler setzen ihren Lauf fort und treffen nun auf Lucena und Dalhausser im Viertelfinale

Im Viertelfinale der FIVB Beach Volleyball World Championships Hamburg 2019 presented by comdirect & ALDI Nord werden die deutschen Nachwuchsspieler Julius Thole und Clemens Wickler in der Red Bull Beach Arena auf die amerikanischen Veteranen Phil Dalhausser und Nick Lucena treffen. 

Die Deutschen reiten vor heimischem Publikum weiterhin auf einer Euphoriewelle und haben ihren fünften Zweisatz-Sieg in Folge errungen. Gegen den brasilianischen Olympiasieger Alison Cerutti und seinen Partner Álvaro Filho setzten sie sich in der randvollen Red Bull Beach Arena mit 21-14, 21-15 durch. 

"Wir waren in allen Aspekten unseres Spiels sehr gut , insbesondere im Hinblick auf unseren Aufschlag", analysiert Wickler anschließend. „Das hat uns geholfen, um viel Druck auf sie auszuüben, und die Zuschauer haben uns wieder unglaublich nach vorne getrieben. Ins Stadion zu kommen und das Publikum für uns jubeln  zu hören, war ein Wahnsinn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in unserem nächsten Spiel noch besser sein kann, aber ich irre mich gerne."

Die Deutschen spielen nun gegen die 39-jährigen Phil Dalhausser und Nick Lucena, gegen die sie beide bisherigen Spiele auf der World Tour gewonnen haben. Aber der gegenseitige Respekt ist riesig.

"Es ist eine Ehre hier in Hamburg zu spielen und ich freue mich schon riesig darauf", fügte Thole hinzu. „Phil ist eines meiner Jugendidole. Er ist ein großartiger Blocker und kann einfach alles. Wir waren heute in der Red Bull Beach Arena sehr stark und ich bin gespannt, welche Leistung wir gegen sie abrufen können. "

Dalhausser und Lucena hatten auf ihrem Weg ins Viertelfinale einen völlig anderen Weg als die Deutschen. Nachdem die Amerikaner einige Spiele im Pool verloren hatten, überlebten sie ein glückliches Lucky-Loser Spiel, bevor sie in die K.O.-Phase gingen, in der sie die Russen Nikita Liamin und Taras Myskivsie mit 21:15, 21:17 besiegten.

"Wir haben auf hohem Niveau gespielt und genug Punkte gesammelt, um zu gewinnen", fasste Phil zusammen. "Ich denke, wir spielen derzeit ziemlich gut und hoffen, dass wir diesen Schwung mit ins Viertelfinale nehmen können, weil wir ihn brauchen werden."

Das Team holte sich externe Hilfe um in Hamburg zur Bestform zu finden. Nach den frustrierenden Ergebnissen des Poolspiels gab es eine Sitzung mit dem Sportpsychologen des US-Olympischen Komitees, Peter Haberl, der ihnen half, ihr Selbstvertrauen wiederzugewinnen.

"Etwas bei uns im Team war nicht in Ordnung, aber das passiert", erklärte Nick. „Wir spielen seit einigen Jahren zusammen und es geht hin und wieder in eine andere Richtung, aber ich denke, wir haben gute Arbeit geleistet, uns wieder zusammenzuraufen . Ich denke, dass der Druck der Ausscheidungsrunden uns dabei geholfen hat wieder auf die Spur zu kommen."