Thole will Geschichte schreiben

06.07.2019 - Hamburg

Die Heimmannschaften haben bei den letzten zwei Weltmeisterschaften den zweiten Platz belegt und Julius Thole will nicht, dass ihn und Clemens Wickler dasselbe Schicksal ereilt

Die Heimmannschaften haben bei den letzten zwei Weltmeisterschaften den zweiten Platz belegt und Julius Thole will nicht, dass ihn und Clemens Wickler dasselbe Schicksal ereilt

In den Haag 2015 Reinder Nummerdor und Cristiaan Varenhorst und 2017 in Wien Alex Horst und Clemens Doppler.

Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften mussten beide Heimfavoriten im Goldmedaillenspiel eine Niederlage einstecken – nun stehen Julius Thole und Clemens Wickler im Finale und der Blocker hofft, dass sich nicht dasselbe wiederholen wird.

„Ein Journalist sagte zu mir ‚Eine Medaille habt ihr zumindest schon sicher‘, was wahr ist, wir werden mindestens Silber gewinnen, doch daran kann ich im Moment gar nicht denken“, sagte der Hamburger. „Dieses Event ist so groß – es ist das größte abgesehen von den Olympischen Spielen und es findet in meiner Heimatstadt statt.“

„Nun stehen wir im Finale und wir möchten nicht, dass uns dasselbe Schicksal ereilt, wie Nummerdor/Varenhorst oder Doppler/Horst. Wir werden alles geben, um das zu ändern.“

Falls das Duo am Sonntagmittag gegen die an Nummer drei gesetzten Oleg Stoyanovskiy und Viacheslav Krasilniko gewinnen sollten, wären der 22-jährige Thole und der 24-jährige Wickler das jüngste Team, das sich je den Titel geholt hat.

Nachdem das Team eine ganze Reihe von Top-Teams auf dem Weg ins Finale ausschalten konnten, glaubt Julius, dass auch die Unterstützung der Heimfans den großen Unterschied machen können, wenn sie gegen die formstarken Russen um Gold kämpfen werden.

"Wir haben Brouwer/Meeuwsen, Alison/Alvaro, Lucena/Dalhausser und jetzt Mol/Sørum geschlagen - jedes Mal hatten wir die Unterstützung der Zuschauer und dafür danken wir ihnen", sagte Thole. „Wenn man so viel Unterstützung bekommt, gibt das einem Kraft. Das gibt dir sogar schon beim Aufwärmen Kraft."

„Wenn man denkt – ‚Okay, wir werden gut spielen und wir können diese Punkte machen‘ und dann noch die Unterstützung und Hilfe der ganzen Zuschauermenge bekommt, dann stimmt es mich optimistisch, dass wir im Finale wieder ein gutes Match spielen können.“

Werden es die Deutschen schaffen, vor den Zuschauern in einer ausverkauften Red Bull Beach Arena einen sensationellen Sieg einzufahren? Finden Sie es am Sonntag um 14:00 Uhr heraus. Don’t miss it!