Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

Laura und Maggie gewinnen die World Tour Finals!

09.09.2019 - Rom, Italien

Die Deutschen holten sich ihren ersten – heiß ersehnten – gemeinsamen Titel und beendeten die Beachvolleyball-Saison 2019 in Rom auf dem Podium.

Zwei Jahre lang musste Laura Ludwig auf etwas verzichten, was zu den Dingen zählt, die sie am meisten genießt! Zwei lange Jahre konnte die erfolgsverwöhnte Beachvolleyballerin auf keinem Podium stehen.

Diesen Sonntag hatte ihr Warten endlich ein Ende! Gemeinsam mit Partnerin Maggie Kozuch holte sie Gold beim FIVB World Tour Finale im Foro Italico der ewigen Stadt, Rom.

Ein Sieg, der sehnsüchtig erwartet wurde. Erst zu Beginn dieser Saison hatten sich die Beach-Stars zusammengetan, nachdem Lauras langjährige Partnerin, Kira Walkenhorst, ihren Rücktritt angekündigt hatte. Es galt ein neues Dream-Team zusammenzustellen – und die Wahl fiel auf die ehemalige Hallenspielerin Maggie Kozuch. Doch der Start der beiden war holprig – lange spielten die Deutschen unter den Erwartungen.

Nun endlich ging der Knoten auf – beim World Tour Final, bei dem nur die besten Teams der Welt antreten, konnten Maggie und Laura die Titelverteidigerinnen, Agatha Bednarczuk und Duda Lisboa aus Brasilien mit 21-19, 21-17 besiegen. Die Taktik: Laura fegte hinten am Platz in jede Ecke und Maggie dominierte am Netz.

"Ich liebe es so sehr, an Wettbewerben teilzunehmen und zu wissen, dass es immer noch möglich ist, bedeutet mir sehr viel", sagte Laura nach dem Goldmedaillen-Match. „Nach einer langen Pause fühlt es sich wirklich wie ein Comeback an. Manchmal hast du schwere Momente und du bist frustriert und fängst an zu denken, dass deine Zeit vorbei ist. Ich finde es einfach toll, dass wir die ganze Saison über weitergekämpft haben. Unser Team macht auch so einen tollen Job. Jetzt gilt es immer noch besser und konsequenter werden. “

Der Titel in der italienischen Hauptstadt hat reiht sich nun in Lauras Trophäensammlung ein. Bereits vier Mal nahm sie an einem World Tour Finale teil, drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille konnte sie dabei mit nach Hause nehmen.

Für Maggie Kozuch ist es der erste Titel am Beach, seit sie 2017 die Halle verlassen hat – ein unfassbares Gefühl, für die deutsche Blockerin: „Als der letzte Ball den Sand berührte, konnte ich nicht glauben, dass das Spiel vorbei war und wir gewonnen hatten. Ich habe ein paar Minuten gebraucht, um es tatsächlich zu realisieren!“ Sie ergänzt: „Das war von Anfang an ein hartes Turnier, wir haben unser erstes Spiel verloren und haben uns einfach durchgekämpft. Wir haben heute unser Potenzial für Block und Verteidigung unter Beweis gestellt – ein großartiges Gefühl.“

Die Bronze-Medaille in Rom ging ebenfalls an Brasilien: Ana Patrícia Ramos und Rebecca Cavalcanti, die beim Swatch Major Gstaad auch Drittplatziert waren, beendeten ihre großartige Saison mit einem 19-21, 21-18, 16-14-Triumph über die Schweizer Stars Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré.